Lebensumwege-Selbsthilfe-bei-Depressionen
für an Depressionen erkrankte Menschen und ihre Angehörigen
... berichte ich hier, um Betroffenen und Angehörigen mit meinen Aussagen / Erfahrungen und Erfolgen wieder Mut zu machen, den Weg zurück in ein lebenswertes und selbstbestimmtes Leben zu finden.

Wie ich zur Selbsthilfearbeit kam und was mich antreibt
Mit der Diagnose „Depressionen“ im Jahr 2006 war ich völlig überfordert und konnte mit diesem Begriff zunächst nichts anfangen.
Doch dadurch bekamen meine als „nicht mehr normal“ empfundenen Gefühle endlich eine Erklärung, obwohl sich das eigene Verständnis dafür erst viel später entwickelte.

Wie viele andere begann auch ich eine „Forschungsreise ins eigene "Ich" und die Suche nach Ursachen, Gründen und den Kampf gegen die Erkrankung. Damals glaubte ich noch, sie mit Willenskraft und Zusammenreißen besiegen zu können.

Erst nach langer Zeit und vielen Fehlversuchen erkannte ich, dass ich statt gegen sie aussichtslos anzukämpfen mich mit der Erkrankung arrangieren musste. 

Doch wie beginnt man damit, woher nimmt man die Kraft? Anfangs fand ich keine Antworten und war verzweifelt und hilflos.

In dieser Zeit zeigte mir der Gott - an den ich glaube - Menschen, die ebenfalls an Depressionen litten.
2008 lernte ich einen weiteren Betroffenen kennen und wir merkten, dass uns der Erfahrungs-austausch auf Augenhöhe gegenseitig voranbrachte.
Wir erkannten, wie viele Menschen – jede*r für sich – um Bewältigung kämpfen. Auch die Nöte der Angehörigen wurden uns bewusst, die sich ebenfalls hilflos fühlten.

Da ich meine gerade erst begonnene Selbstständigkeit im Computerservice wegen den depressionsbedingten, kognitiver Defiziten aufgeben musste, fiel ich zunächst in ein tiefes Loch.
Um wieder heraus zu finden,kam uns die Idee, eine Selbsthilfegruppe zu gründen, um den Austausch mehrerer Betroffener zu ermöglichen.
Durch die Gruppe – aus der später ein Verein wurde – kamen wir auch in unserer eigenen Krankheitsbewältigung voran. Ich erkannte, dass ich mit meinen Erfahrungen Gutes tun kann, und übernahm die Leitung einer daraus entstandenen, eigenständigen Gruppe.

Als gläubiger Christ motivierte mich mein Glaube zusätzlich, für Menschen mit ähnlicher Krankheitsbetroffenheit da zu sein. In der Bibel fand ich den Vers: „Wer Gelegenheit hat, Gutes zu tun, und tut es trotzdem nicht, der wird vor Gott schuldig.“ (Jakobus 4,17 – Hoffnung für Alle)
Ich erkannte meine Gelegenheit, Gutes zu tun, und begann mein ehrenamtliches Engagement als Leiter einer Depressionsselbsthilfegruppe in Erfurt/Thüringen.

Neue Weg spannend, interessant, lehrreich

Nun, nach dem Umzug in ein anderes Bundesland endete nach fast 17 Jahren meine regelmäßige Selbsthilfearbeit in Thüringen.

Doch auch am neuen Wohnort erkannte ich den Bedarf und die Notwendigkeit und folgte nach langer Selbstprüfung den inneren Impuls zur Neugründung einer/der Selbsthilfegruppe: "Lebensumwege-Selbsthilfe-bei-Depressionen".

Am 03.09. begann nun die neue Selbsthilfegruppe mit ihrer Arbeit und gibt Betroffenen und Angehörigen seitdem mehr als nur eine Perspektive durch den Austausch auf Augenhöhe der gleichen Betroffenheit mit anderen Erkrankten.


und das bin ich:
Olaf Lindenlaub, ein an Depressionen erkrankter, hoch-sensibler, dankbarer Mensch, der sein Leben wieder neu  annehmen und leben lernen konnte/kann.Dabei halfen / helfen mir massiv:

  • mein christlicher Glaube, an dem ich trotz aller Schwierigkeiten - gemeinsam mit meiner lieben Frau festhalte
  • die echte, tiefe, tragfähige, zuverlässige und treue Liebe, die Begleitung und das umfassende Verständnis meiner ebenfalls gläubigen und hoch-sensiblen Frau
  • die Leute, denen ich innerhalb meiner Selbsthilfe-arbeit begegnete, die mich akzeptieren, achten, unterstützen und mir zubilligen, das ich auch einmal fehlen darf
  • die Aufgabe des Gesprächsgruppenleiters und Webmasters dieser Internetpräsenz
  • die Thematisierung der so guten Ergebnisse meiner lebensverändernden Magen- OP auf meiner 2. privaten Homepage: -► MeineMagenOP.de, in der ich über die Ergebnisse meiner lebens-verändernden Magen- OP (am 16.07.2020) und meine sich dadurch ergebende, völlig neue Lebensqualität berichte.
  • die "tierischen Therapeuten", wie ich gerne unsere Haustiere bezeichne. Sie alle sind uns Familienmit-glieder und Wegbegleiter geworden und schenken uns unzählige, wunderbare Momente. Außerdem "zwingen" ihre tierischen Bedürfnisse zwingen einer gewissen Tagesstruktur und ihre "empathischen Fähigkeiten" sind menschlich unerreichbar.
meine Bibelspuch aus "Jesaja 50,4

Als ich die nebenstehende Postkarte bekam, wurde mir bewusst, dass - obwohl von vielen Freunden(?), der Gesellschaft und dem Arbeitsmarkt AUSSORTIERT - ich trotzdem noch zu etwas nützlich sein und eine wichtige und erfüllende Aufgabe im Leben finden kann.
Ich bin sehr dankbar dafür, trotz meiner gesundheitlichen Einschränkungen diese besondere Aufgabe ehrenamtlich ausüben und denen weiter helfen zu können, die bisher damit ebenso allein und hilflos dastehen wie ich zuvor.

Brunnen - alt

Der alte Brunnen

Der alte Brunnen spendet leise,
sein Wasser täglich gleicherweise
Wie segensreich ist doch solch Leben:
Nur immer geben, immer geben!

Mein Leben sollt dem Brunnen gleichen,
ich leb, um andern darzureichen.
Doch geben, geben alle Tage …
„Sag Brunnen wird’s dir nie zur Plage?“

Da sagt er mir als Jochgeselle*:
„Ich bin ja Brunnen nur, nicht Quelle!
Mir fließt es zu, ich geb nur weiter,
drum klingt mein Plätschern froh und heiter.“

Nun leb ich nach des Brunnens Weise,
zieh stille meine Segenskreise.
Was mir von Christo** fließt ins Leben,
das kann ich mühlos weitergeben.

A. Kleemann

* gemeint ist: "ein im Dienst stehender"
** lateinisch für Christus

Sicher fragt sich manche/r, wie ich trotz meiner gesundheitlichen Einschränkungen Gesprächsgruppenleiter einer Depressionssselbsthilfegruppe und Webmaster dieser Homepage - sein kann?

Woher nehme ich meine Kraft, Energie und mein Durchhaltevermögen kommt?

Die Antwort darauf fand ich / bekommen Sie im neben-stehenden Gedicht.
Es wurde mir zum Leitbild für meine Arbeit und es ist tatsächlich so, das ich "bekomme" was ich brauche und zutrifft:

"„Ich bin ja Brunnen nur, nicht Quelle!
Mir fließt es zu, ich geb nur weiter...
"

Halt und Zuversicht im Glauben - wurden mir innerhalb meiner Erkrenkung an Depressionen und deren alltäglicher Bewältigung immer wichtiger und hilfreicher. Ganz besonders in den Phasen der tiefen Abstürze in meine Depressionen - wenn "Nichts mehr geht" und sich sehr negative Gedanken breit machen.
In solchen Momenten fühlte ich mich völlig allein - trotz der Liebe und Nähe meiner sehr verständnisvollen Frau, die mir aber nicht in die Tiefen folgen konnte, in die ich immer wieder abstürzte.

NIEMAND schien mich da hinein begleiten - mich dann noch verstehen, mir beistehen, geschweige denn mir helfen zu können.

DOCH im Glauben fand ich einen Beistand, den mir dieser garantiert. Vielleicht für Viele - die das hier lesen - Quatsch / Unsinn / Spinnerei / übersinnlicher Humbug ..., doch das kann jede/r für sich einordnen, wie Sie /er will, ...

ABER ... wer je in solche Tiefen abstürzt, diese Hilflosigkeit, Panik, Lebensüberdrüssigkeit, Erschöpfung und Verzweiflung je so extrem gespürt hat, wird nachvollziehen und verstehen können, wie unglaublich es sich anfühlt, wenn man plötzlich doch eine "Nähe" fühlt.

Wie sich die Bibel äußert, will da Jemand bei uns sein, "alle Tage ... bis an der Welt Ende"! - auch in diesen tiefen Abstürzen in die VERMEINTLICHE Sinnlosigkeit des eigenen Lebens hinien.

Doch simmt das wirklich?

Ist das nicht nur die verzweifelte Spinnerei eines psychisch völlig an seinem Ende angekom-menen Menschen?
In Psalm 50, V. 15 heißt es: "... Rufet mich an in der Stunde der Not und ich werde Euch erretten"!

Frage: Wer glaubt denn sowas?

Antwort: "Wer es erlebt hat!"

Über dieses Erleben berichte ich Euch nur als Zeugnis und keinesfalls um Euch "überzeugen" zu wollen (das könnt - wenn Ihr das wollt - sowieso nur Ihr selber).

Für mich wurde es zur Gewissheit, dass ich in solchen Momenten tatsächlich nicht alleine war und nicht/nie mehr alleine bin.

Ich spürte, wie jemand mir mit einer "inneren Stimme" in meine Verzweiflung hineinsprechen konnte, da ich anderweitig längst nicht mehr zuhörte und wie sich jemand mit mir gemeinsam "auf dieses Level" begab, da war und bei mir blieb.

Ich war nicht mehr allein "da unten" im schwarzen, abgrundtiefen Loch der Depression.

Dieser Jemand sprach mich mit Worten an, die ich nicht mit meinen Ohren, wohl aber mit meinem Herzen "hören" konnte.

Unfassbar für mich, das jemand "da unten" bei mir war, mich da nicht alleine lies und in einer Weise auf mich "einwirkte", die begann, das Unerträgliche dieser Situation zu verändern.

ZUSAMMENFASSEND und abschließend möchte ich betonen, dass mir in dieser Not JEDE Hilfe recht gewesen wäre, aber es kam keine, nirgendwo her.
Weder die Kraft der Liebe meiner Frau, noch das Wissen von Fachärzten und Therapeuten, noch Klinikaufenthalte oder die Wirkungen aller mir verordneten Medikamente "erreichten" mich noch.

Doch in Folge solcher Erlebnisse begann ich, mich innerhalb dieser Abstürze immer mehr auf diese Erfahrung auszurichten, diesen Jemand "zu erwarten" und wurde NIEMALS enttäuscht.

Eine deutlich höhere Stabilität, weit weniger und "dadurch" viel besser zu bewältigende Abstürze und eine neue Lebensqualität "ohne Angst" sind die Ergebnisse dessen, was ich nun in m/eine neue Lebensperspektive mitnehme.

Die Abstürze - die keineswegs ausbleiben und immer mal wieder passieren - haben ihren Schrecken verloren und meinen Glauben gestärkt, dass es da wirklich Jemanden gibt, der mir selbst in so tiefe "Löcher hinein" folgt und mir da auch wieder heraus hilft.

Aus meinen GLauben heraus fand ich auch die "Wegweisung", nach meinen Umzug hierher, in meinem neuen Wohnort in Ostfriesland wieder eine Selbsthilfegruppe zu gründen.
Mit sehr gemischten Gefühlen sah ich der Eröffnungveranstaltung entgegen und glaubte nicht, das überhaupt jemand kommt.
Doch es kamen um die 20 Personen und 14 von Ihnen sind jetzt Mitglieder unserer Selbsthilfe-gruppe, die sich regelmäßig Mittwoch zum Gesprächsaustausch oder auch zu schönen Evnets trifft. 

Olaf

Hier möchte ich noch einen besonderen Erfahrungswert mit Ihnen teilen
Viele von uns erleben immer wieder Enttäuschungen und tiefe Verletzungen. Langjährige, freundschaftliche(?) Beziehungen werden aufgekündigt, man wird plötzlich ohne nachvollzieh-bare Ursache und fast immer ohne jegliche Erklärung einfach fallen gelassen. = Ghosting

Dabei spielt auch oft eine Rolle, das wir mit unseren Depressionen für Gesunde zu krank sind und für andere Depressive dann (scheinbar) wieder zu gesund sind.
Gesunde machen sich kaum die Mühe, sich mit unserer Erkrankung auseinander zu setzen und "flüchten" einfach in verrständnislose, oft dumme und verletzende Kommentare.

Manche Depressiv- Erkrankte sehen unsere kleinen Fortschritte - die wir uns mit so viel Kraft und Energie (die wir eigentlich garnicht haben aber trotzdem irgendwie aufbringen) erkämpfen, während sie selbst tatenlos in ihrem Loch sitzen und nichts tun - mit neidischen Gedanken und Gefühlen an.
Doch kommt Neid auf, zerfrisst und zerstört er systematisch jede Beziehung.

Anstatt sich MIT zu freuen, neidet man die so schwer erkämpften, kleinen Erfolge und die Beziehung fängt an immer mehr zu "korrodieren", bis sie sich irgendwann EINSEITIG einfach so auflöst.

Was solche und ähnliche Erlebnisse mit mir gemacht haben, habe ich mir mit einigen sehr persönlichen Zeilen hier in: -► "Was mich nicht nur sehr ärgert,..." mal von der Seele geschrieben.
Sie haben meine Lebenshaltung so Verändert, wie ich eigentlich nie wollte, aber als unum-gänglichen Selbstschutz erlernen musste.

Auch deswegen und angesichts unseres Lebensalters - Jahrgang 63 - haben meine Frau und ich uns "beziehungstechnisch" immer mehr auf unsere Tiere konzentriert.
Sie sind weder neidisch, unehrlich oder untreu, immer loyal und uns immer uneingeschränkt zugewandt und ihhre Zuneigung "wärmt" das Herz, was anderweitig oft "friert"

Da wir bei so vielen Menschen genau in diesen Eigenschaften immer wieder schwer enttäuscht und tief verletzt wurden, haben wir erkannt, das "Tiere oft die besseren Beziehungspartner sind".

Franz von Asissi* wird der folgende Spruch zugeschrieben:

Daß mir der Hund das Liebste sei,
sagst du, o Mensch, sei Sünde?
Der Hund ist mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde.

Dieser bedarf wohl keiner weiteren Worte.

*(1182 - 1226), eigentlich Giovanni Bernadone, katholischer Heiliger, Stifter des Franziskanerordens

Ein besonderes Statement eines "ganz großen" Menschens, den Sie sicherlich alle kennen und dem ich mich vollumfänglich anschließe, habe ich hier gefunden und im Folgenden einmal für Sie verlinkt.
Ich finde, es sollte die Botschaft für und die Grundeinstellung jeden/s Menschen sein/ werden.
Nehmen Sie sich Zeit und hören Sie sich einmal an, was dieser berühmte Mensch - vielleicht auch Ihnen - zu sagen hat.
(deutsch, Video 3:27 min)

Eine Wohltat für die Seele, für die Augen und eine große Freude - sind unsere "tierischen Therapeuten". Auch unsere Zimmerpflanzen und die kleinen gemütlichen Sitzecken vor und hinter unserm Haus sorgen für Entspannung, schöne Momente und Begegnungen mit den Nachbarn.
Oft besuchen uns Kinder aus der Nachbarschaft, um unsere Tiere kennenzulernen – ihre leuchtenden Augen und ihre Begeisterung sind immer wieder eine große Freude. Besonders unsere Schildkröten, das Stellen vieler Fragen und das Mitbringen von Futter bereiten ihnen und uns viel Freude.
Natürlich wird auch unsere „Hundebande“ gerne gestreichelt. Dabei geben wir den Kindern wichtige Tipps für den richtigen Umgang mit Hunden, die sie stolz umsetzen. Gleichzeitig lernen unsere Hunde, mit kindlichen Bewegungen und Stimmen ruhig und sicher umzugehen, während die Kinder den respektvollen und verantwortungsvollen Umgang mit Tieren vertiefen.

unsere --------------------------

wunderbaren -----------------

Tiere ----------------------------

Abby

"Abby", war der verschmusteste Hund, den man sich nur vorstellen kann. Ihre Lebensinhalte waren: Futtern, Schmusen, Kuscheln und möglichst unablässig gestreichelt werden.
Leider mussten wir unser Abby- Mädchen von einer sehr schweren Erkrankung erlösen und schweren Herzens am 30.09.2024 von diesem wunderbaren Tier Abschied nehmen. Sie ist nach 13 gemeinsamen Jahren heimgegangen, aber ihr Platz in unserem Herzen wird für immer bleiben.
DANKE das wir Dich bei uns haben durften!

Sally

Unser kleines, schüchternes "Sally"- Hundemädchen retteten wir aus ei-ner slowenischen Tötungsstation.
Sie ist schüchtern, ruhig und unser "Schatten", egal wo wir hingehen.
Nach einer nicht ganz optimal verlaufen Knie- OP humpelte sie nur lange Zeit nur noch auf 3 Beinen.
Das gab sich aber auf wundersame Weise zeitgleich mit unserem Umzug komplett.

Auf dem Hundeplatz macht sie jetzt sogar mal eine kurzen Sprint und spielt wieder mit ihren beiden Hundegeschwistern

Ronja als Welpe

Das ist unser 3. Hundekind: "Ronja" - geb. am 28.04.2023. Sie hat nach langen Überlegungen und guter Planung am 01.07.2023 ihr neues zu Hause und zwei neue Hundege-schwister bei uns gefunden. Mit ihr kam - neben der verantwortungsvol-len Aufgabe einer ordentlichen Er-ziehung - sehr viel Freude ins Haus.

Foto: Finchen

Das ist unser neues Familienmitglied "Finchen", dass seinen Weg auf besondere Weise zu uns gefunden hat und den Schmerz um Abbys "Verlusst" ein wenig auffängt.
Sie kann Abby nie ersetzen, aber sie "füllt" die so große Leere in unserem und dem Leben der Hundege-schwister Sally und Ronja.

Finchen

"Finchen" (links) ist noch etwas ängstlich, aber mit Hilfe der sie über alles liebenden "Hunde- Adoptiv- Mutti" Ronja (Bild rechts) lernt sie mit großem Interesse alles Neue kennen und orientiert sich auch immer mehr an Frauchen und Herrchen.
Inzwischen hat sie schon viele süße Spitznamen bekommen:

- "Brennstoffzelle"
- "kleines kraftwerk.de"
- "Unhund"
- "Flitzeflink"
- "Idefix"
- "Frechwienix"
- "Hummelchen"

- uvm.

Ronja mit Adoptivkind

Nun ist "Ronja" kein Welpe mehr, sondern eine junge Adoptivmutti, die ihre neue Aufgabe ganz wunderbar meistert und sehr liebevoll, zärtlich und behutsam mit ihrem Adoptivkind umgeht.

Ronja "setzt nun um" und gibt weiter, was ihr Sally so wunderbar bei-gebracht hat und wir Menschen ihr nie hätten beibringen können - die tierische Kommunikation.

Die beiden sind ein absolutes "Dream- Team" geworden.

Marnie

"Marnie" - unsere kleine „Mizilenz" und "Schokominze“ - ist so ein süßes Kätzchen, das eigentlich eine Britisch- Kurzhaar sein sollte. Ihr Fell-wachstum hat sich dann aber doch nicht an die Rassevorgaben gehalten und ist deutlich länger geworden.

Ihre ganz eigenwillige Art zu schmusen ist sehr amüsant und damit bereichert auch sie unser Leben sehr. 

Snoopy

Unsere eigenwilliger Kater "Snoopy" - ein Maincoon- Mix - wurde meiner Frau vor etlichen Jahren bei einem Hausbesuch zur Übernahme mitge-geben. Er war auf ganz besondere Weise mit meiner Frau verbunden und liebte "seine" Schildkröten, in deren Gehegen er regelmäßig seine Kontrollgänge machte.

Unsere Schildbürger

Die "Schildbürger" - wie wir unsere Schildkröten liebevoll nennen - berei-ten uns sehr viel Freude und in ihrer Beobachtung kann man dabei ganz wunderbar entspannen und herunter-fahren. Auch sie fanden - wie wir - hier in Ostfriesland ihr neues zu Hause. In unserem Vorgarten leben sie in ihren Gehegen und bekommen immer wieder Besuch von interessierten Passanten, Nachbarn und vor allem von Kindern.

Unsere Tiere waren und sind uns Familienmitglieder geworden. Stets treu, loxyal, nie trotzig oder frech ... immer lieb und zugewandt, ... viele Eigenschaften, die man - leider - unter Menschen immer weniger findet.

Sie sind unsere "tierischen Therapeuten", die uns immer wieder in ihrer ganz eigenen Art "bei-stehen" und uns durch alle Höhen und Tiefen des Lebens begleiten.
Dementsprechend werden wir auch so lange - wie wir eine tiergerechte Tierhaltung sicherstel-len können - Tiere in unserer Familie haben. 

Tierhaltung als "Mittel gegen Depressionen"? - Vielleicht stellen sich viele diese Frage.

Hier gibt es keine eindeutige Antwort. Tierhaltung beeinhaltet Kosten, Zeit und "Platz" in der individuellen Lebensgestaltung und muss auch bei der Urlaubsplanung  berücksichtigt werden.

Es Anschaffungs-, Futter-, Tierarzt-, Versicherungs auch auch Kosten für Hundesteuer und einen ggf. notwendigen -►"Sachkundenachweis für Hundehalter".

Dessen Erwerb und auch die täglichen Gassigänge, die Hundeerziehung und Prägung, sichere Leinenführigkeit, der ggf. notwendige Besuch einer Hundeschule und Tierarztbesuche brauchen Zeit. Vor allem die Hundeerziehung und eine gute Leinenführigkeit sind nicht nur bei großen Hunden nötig.

Auch der Kenntnisserwerb, das Erlernen von Fähigkeit mit und für den Hund kosten Zeit und bedürfen konsequenter, regelmäßiger und stetetiger Aufwendungen, denn leider ist bei "Problemhunden" oft das Problem an der anderen Seite der Hundeleine.

Bedenken Sie im Vorfeld all diese Faktoren und prüfen sie, ob ein Hund oder ein anderes Tier wirklich in Ihr Leben passt und sie bereit sind, Ihr Leben tiergerecht umzustellen, damit nicht auch Ihr Tier irgendwann wegen Überforderung im Tierheim landet. 

Im 16. Jahr meiner Arbeit in der Depressionsselbsthilfe habe ich einmal Bilanz gezogen und betrachtet, was das Wichtigste war, was mich fundamental ausrüstete, begleitete, befähigte ... und ... was mir die Jahre der Selbsthilfearbeit "gebracht" haben.
Wem es interessiert, der kann sich diese Bilanz mit Klick auf den folgenden Link gerne einmal durchlesen: -► Zwischenbilanz nach 16 Jahren Depressions- Selbsthilfearbeit

Ja! Es geht weiter und ich habe nach eingehender Prüfung für mich selbst und in vielen Gesprächen mit meiner Frau ein "Ja!" dazu gefunden, nun auch hier Vororot wieder neu eine Selbsthilfegruppe: "Lebensumwege-Selbsthilfe-bei-Depressionen" zu gründen und die Homepage zur Gruppe und zum Thema wieder neu zu gestalten. Mehr dazu lesen Sie hier: -► Wie es weiter geht mit der Depressions- Selbsthilfearbeit

Hier ein Gedicht zum Trost, zur Ermutigung, als "Wegbeschreibung" - für alle, die sich zurück in ein wieder lebenswertes, glückliches und selbstbestimmtes Leben kämpfen.
Wer mal reinlesen möchte, klickt hier: -► Der mühevolle Weg der kleinen Schritte

Ein anderes Gedicht erhielt ich selbst als Geburtstagsgeschenk. Da es mich tief bewegt und motiviert hat, habe ich es hier eingestellt um es mit Ihnen zu teilen. Vielleicht schafft es das bei Ihnen auch. -► Gute Wünsche und mehr

Wer noch mehr über mich persönlich und meine Biografie erfahren möchte, kann dies gerne durch anklinken der folgen Linkangabe tun:  -► Meine Biografie

Lasst Euch mit diesen Zeilen Mut machen!
Gebt (Euch) nicht auf!

Warum solltet Ihr nicht auch schaffen, was (auch) ich damals für unmöglich hielt?!
Es ist eine lange Durststrecke, ein schwerer Weg der Geduldsprüfungen, aber ich würde ihn immer wieder gehen.
Jeder einzelne Schritt hat sich gelohnt, hat mich bereichert!
Selbst negative Erfahrungen brachten mich voran, zeigten mir, wohin der Weg nicht führt, wo es nicht weitergeht.
Schlug eine Tür zu, öffnete sich eine andere.

Dieser Weg hat mir sehr viel abverlangt aber - was völlig unsinnig klingen mag - mir so viel gegeben, mich so bereichert, mich zurück zu mir selbst geführt, mich mit so vielen wunderbaren Menschen zusammen gebracht ...

Nichts davon würde ich wieder hergeben wollen und dafür hat sich der Kampf gelohnt, auch wenn er noch nicht - vielleicht niemals - zu Ende sein wird.

Schlaflosigkeit und Gedankenkreisen - ein Problem vieler Depressiven
Viele Depressive klagen über Schlaflosigkeit und das "Gedankenkarussell" was sich in ihrem Kopf dreht und sich einfach nicht zur Ruhe bringen lässt.
Da auch ich solche schlafarmen oder schlaflosen Nächte zur Genüge kenne, habe ich mich in einer dieser Nächte an meinen PC gesetzt und versucht, meine Gedanken in ein Gedicht zu fassen. Lest selbst, was dabei rausgekommen ist: -► Schlaflos!

Als ich 2006 die erste konkrete Diagnose - "Erkrankung an Depressionen" bekam, begann  mein Weg mit einem "Lebenspartner" den ich nie dabei haben, aber der sich irgendwann ungefragt dazugesellt hatte und nicht mehr weichen wollte.

Carl Gustav Jung - ein Schweizer Psychiater und der Begründer der analytischen Psychologie- formulierte die ganz besonders bedenkenswerten Worte:

 "Die Depression ist eine schwarze Dame.
Wenn sie an deine Tür klopft, 

bitte sie an deinen Tisch und frage sie, 
was sie dir zu sagen hat".

Bei mir dauerte es

  • sehr lange, die "schwarze Dame" der Depression "an meinen Tisch zu bitten"
  • dann noch länger, sie zu fragen, "was sie mir zu sagen hat"
  • und noch länger, bis ich verstand, was sie mir sagte.

Doch irgendwann begann ich zu begreifen, das ich nicht wieder - aber auch nicht weiter - so leben konnte und mich zuerst einmal der Herausforderung stellen muss, mich wieder "neu Kennen Lernen" zu wollen.

Klingt völlig idiotisch oder? - ich kenne mich doch (m/)ein ganzes Leben lang!

Ja und Nein, denn diese Erkrankung hat einen anderen Menschen aus mir gemacht, auch wenn ich äußerlich Derselbe blieb wie zuvor.
Doch meine Seele und meine ganze Gefühlswelt hatten sich völlig verändert und fühlten sich einfach nur noch chaotisch an.

Eine recht trostlose Ausgangsbilanz, aber eine klare Notwendigkeit, etwas ändern zu müssen.

Grenzen und Möglichkeiten mussten ebenso neu definiert - wie die Ordnung im sozialen Umfeld überprüft - und Beziehungskonstellationen neu überdacht und definiert werden.

Viele "Freunde" kamen mit mir plötzlich nicht mehr zu Recht, da ich ihre Wünsche:

"Kannst Du mal..."?  ------ "Hast Du mal..."? ------ "Machst Du mal..."?

... nicht mehr so erfüllen konnte, wie sie sich das vorgestellt und in der Vergangenheit immer auch so erlebt hatten.

Ich lernte, mit gutem Gewissen "Nein"! zu sagen - es sagen zu müssen, weil ich zu einem "Ja"! oft nicht mehr in der Lage war.
Diese Tatsache "mistete" meine Beziehungen gründlich aus und trennte die "Spreu vom Weizen".

Mit diesen aktiv herbeigeführten Veränderungen, aber vor allem mit der Hilfe Gottes und Unterstützung meiner lieben, ebenfalls gläubigen Frau, schafften wir den Weg heraus aus dem tiefsten Tal der Depression, wobei es bedingt gelang, die "schwarze Dame" der Depression "an meinen Tisch zu bitten" und sie immer öfter zu fragen, "was sie mir zu sagen hat".

Diese "schwarze Dame" spricht eine klare und verständliche Sprache, wenn man gelernt hat, ihr zuzuhören und sich danach richtet, wenn sie auf notwendige Veränderungen hinweist.

Als ich begann, Begrenzungen und Beschränkungen neu zu definieren, weil mir immer klarer und deutlicher wurde - das mein/unser Leben eine neue Qualität annehmen muss - begann mein Weg zurück in ein wieder selbstbestimmtes, aber in vielen Eigenschaften völlig anderes Leben, als ich es zuvor gelebt hatte.

Doch so gelang es mir, wieder glücklich zu werden und ein erfülltes Leben gestalten zu können.

Wie das ganz praktisch aussieht, verstand ich anfangs nur bedingt, fand aber mit Hilfe anderer Betroffenen einen Weg, mein Manko durch Krankheit als Potential zu begreifen, das ich in die Arbeit mit ebenfalls Betroffenen bzw. mit deren Angehörigen einbringen - aber mindestens auch genau soviel von ihnen dazulernen kann.
In dieser Erkenntnis wurde ich Mitbegründer eine Selbsthilfeorganisation und leite heute die Selbsthilfegruppe für an Depressionen erkrankte Menschen und ihre Angehörigen, die SHG Lebensumwege-Erfurt.
Hier zählt, dass ich ein Erfahrungskapital besitze, das ich sowohl in den Jahren meiner Selbsthilfearbeit sammeln - als auch durch umfassende, eigene Erfahrungen erwerben konnte.
Dieses Wissen kann ich nun - gewinnbringend und hilfreich für andere an Depressionen Erkrankte - aber auch für ihre Angehörigen - einbringen und weitergeben.

Die Einstellung zu meiner Erkrankung hat sich mit der Chance in der Depressions- Selbsthilfearbeit tätig zu werden, grundsätzlich geändert.
Diese Erkrankung brachte mir den Gewinn, viele wunderbare Menschen kennen lernen zu dürfen, die "leidgereift" eine ganz andere - um vieles tiefgründigere - Einstellung zum Leben bekommen haben.
Dieses Leben - in das wir (auch meine Frau und ich) uns mit viel Kraft und Willen zurückgekämpft haben - leben wir nun sehr viel bewusster und tiefgründiger, nehmen uns mehr Zeit für uns selbst und füreinander.

Nebenbei zeigte uns der baulich bedingte Empfangsausfall unserer Satellitenschüssel, dass es auch ohne herkömmliche Fernsehgeräte geht und wir schafften sie ab.
Damit gewannen wir wertvolle Zeit für ein immer besser werdendes Miteinander und "verbannten" nervenaufreibendes "Zappen" mit der Fernbedienung ebenso, wie den ganzen Ärger mit ständigen Werbeunterbrechungen aus unserem Leben.
Man war ja doch immer nur am Umschalten auf einen anderen Kanal, wo zeitgleich ja auch nur Werbung lief, dann wurde wieder umgeschaltet usw., usf.
Schlussendlich erwischten ich mich oft beim "Festgucken" in drei oder mehr Sendungen gleichzeitig, wovon ich aber von keiner wirklich einen Zusammenhang mitbekam.
Außerdem habe ich mich - auch in meiner Veranlagung der Hochsensibilität (unter Depressiv durch -► Hochsensibilität erfahren Sie mehr dazu) - psychisch, konzentrativ und in meiner Aufnahmefähigkeit ständig überfordert und mir viel zu viel Mist "reingezogen".
Nun haben wir das Fernsehen im üblichen Sinne abgeschafft und sehen unsere Sendungen nach gezielter, gemeinsamer Vorauswahl übers Internet an.

Das macht viel mehr Freude und es bleibt so viel mehr wertvolle Zeit füreinander übrig.

Rundfunk, Internet und Presse informieren völlig ausreichend über das aktuelle Tages-geschehen und wenn wir wollen, können wir ja nach dem, was uns interessiert auch "googeln".
Auch den Blick für alles Schöne - so auch für die wunderbare Schönheit der Natur - habe ich zurück bekommen und kann mich - auch oder gerade in einem Stimmungstief - wieder daran erfreuen.
Die Aufgaben innerhalb meiner Selbsthilfearbeit, die ich mit meinen eingeschränkten Kräften und auch nur durch und mit der Unterstützung Gottes und meiner Frau leisten kann, gibt meinem Leben wieder Sinn und Erfüllung in der Gewissheit, meine Berufung gefunden zu haben.

Eine interessantere und schönere Aufgabe kann ich mir - mag das auch oft anstrengend und nicht einfach sein - nicht mehr vorstellen.

Ein gerade erst gehörtes Zitat gibt alledem eine besondere Tiefe:

"Es gibt zwei wichtige Momente im Leben: der – an dem du geboren wirst; und der – an dem du herausfindest wofür". Mark Twain

Ich habe "meinen 2. Moment" erlebt und herausgefunden, dass ich berufen bin, diese Selbsthilfearbeit zu leisten und mit meinem Erlebnis- und Erfahrungspotential für andere da sein darf, um ihnen auf ihrem Weg weiterhelfen zu können.

Ich wünsche Ihnen, das auch Sie Ihre Aufgabe/n und damit hoffentlich auch Ihre Berufung in Ihrem Leben (wieder/neu) finden und begreifen, dass man auch mit einer Erkrankung an Depressionen ein glückliches, sinnerfülltes, selbst-bestimmtes Leben - auch in einer stabilen Partnerschaft - führen kann.

Gerne unterhalte ich mich mit Ihnen darüber, wie auch Sie Ihren eigenen Weg dorthin (wieder-) finden können und stehe Ihnen mit meinem Wissen und Erfahrungen zur Seite.

Der Webmaster

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