Lebensumwege-Selbsthilfe-bei-Depressionen
für an Depressionen erkrankte Menschen und ihre Angehörigen

Ein oft unerkanntes Geschehen, das uns nach belastenden Lebensereignis-sen depressiv verstimmt werden oder an Depressionen erkranken lässt.

Anpassungsstörungen (Definition*)
"Eine Anpassungsstörung ist eine Reaktion auf ein einmaliges oder ein fortbestehendes belastendes Lebensereignis, die sich in negativen Veränderungen des Gemütszustandes (affektive** Symptome) oder auch in Störungen des Sozialverhaltens (zwischenmenschlich) ausdrücken kann.
Sie tritt auf, wenn Menschen einen neu eingetretenen, schwierigen psychischen oder physischen Zustand über einen längeren Zeitraum hinaus nicht akzeptieren können bzw. sich an die neue Lebenssituation nicht adäquat anpassen können.
Die Anpassungsstörung charakterisiert sich durch Zustände subjektiver Bedrängnis und emotionaler Beeinträchtigungen, die sozialen Beziehungen und die Leistungsfähigkeit sind eingeschränkt, was einen hohen Leidensgrad nach sich ziehen kann."

* Entnommen von: https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org
* * gefühlsbetont
Die medizinische Erklärung finden Sie unter: -► Was sind Anpassungsstörungen?

Da Lebensereignisse in immer wiederkehrenden Veränderungen ständig neue Situationen hervor-bringen, erfordern sie von uns stetig neue Anpassung und Einstellung darauf.
Manchmal gelingt das aber nur unzureichend oder garnicht, da der Kopf längst das erfasst hat, womit unser Gefühl aber noch lange nicht klarkommt.
Dadurch kann es zu einem Ungleichgewicht unserer rationalen und emotionalen Verarbeitung kommen.
Außerdem geraten wir dann oft auch in eine Ambivalenz (d.h. in eine innere Zwiespältigkeit) der eigenen Gefühle und Bestrebungen.
Wir sind z.B. umgezogen, sind am neuen Ort glücklich, fühlen uns wohl, haben unser Wohn-umfeld verbessert, sind näher an der Arbeitsstelle und sollten doch glücklich damit sein, doch eben dieses Glücksgefühl will sich nicht wirklich einstellen.
Die sich dann einstellende Ambivalenz belastet uns oft sehr und kann ursächlich mitverant-wortlich an einer Anpassungstörung sein bzw. diese begleiten. 
Aufgrund individueller Veranlagungen, Stimmungs- und psychischen Stabilitätssituationen kann es durch solche Anpassungsstörungen im ungünstigen Fall bei manchen Menschen zu depressiven Verstimmungen und - wenn anhaltend - dann auch zu Depressionen kommen.

Was lässt sich dagegen tun?
Man muss unbedingt das "sich-selbst-unter Druck setzen" vermeiden, denn dadurch wird es nur noch schlimmer und die gesamte Lebensqualität leidet nur noch mehr.
Aus eigener Erfahrung lernte ich, das man seiner "Gefühlswelt" Zeit lassen muss, nach bestimmten Lebensereignissein in den danach neuen Lebenssituationen anzukommmen und wieder neu darin Fuß zu fassen.
  • Umzüge, größere Renovierungen und Umbauten
  • familiäre Veränderungen: Partner- und Freundschaften, Eheschließungen, Trennungen, Geburten, ...
  • berufliche Veränderungen durch - Tätigkeits- /Arbeitgeberwechsel, veränderte Verantwortungen, ...
  • soziale Veränderungen durch neue Bekanntschaften, Nachbarschaften, ...
  • gesundheitliche Veränderungen, Krankheitseinschränkungen, Behinderungen, Defizite,...
... sind nur einige wenige Lebensereignisse, die aufzeigen, warauf wir uns immer wieder neu einstellen und anpassen müssen.
Wie in vielen anderen Lebenssituationen auch, können wir auch hier einiges selbst für uns tun, bevor wir gleich an professionelle Hilfe denken müssen.

So können/sollten wir:
  • uns Zeit lassen, um wirklich in der neuen Lebenssituation anzukommen.
  • uns immer wieder "selbst verdeutlichen", dass wir schon viele Lebensveränderungen erfolgreich gemeistert haben
  • uns Vorteile/Notwendigkeiten/Gegebenheiten von Lebensereignissen bewusst machen, deren Unabänderlichkeit akzeptieren
  • uns verdeutlichen, das wir alle Kompetenzen und Fähigkeiten hatten, haben und auch haben werden, um damit jetzt und zukünfitg klarzukommen
  • mit einer Vertrauensperson darüber ins Gespräch kommen
Was aber, wenn wir trotzdem in eine depressive Verstimmung abrutschen?
Dann dürfen wir nicht in Panik geraten und müssen konsequent mit uns selbst - und möglichst mit einer Vertrauensperson - diese Wahrnehmung besprechen, um die eigene Gefühlswelt langsam wieder mit der Rationlität zu "synchronisieren.
Keinesfalls sollte man pauschalisieren, negative Gedanken "groß werden lassen", den Realitäts-bezug verlieren, sich nicht aufgeben und sttdessen die eigenen Kräfte wieder mobilisieren.
Gelingt dies nicht und Sie finden sich in einer Abwärtsspirale immer negativer werdender, lähmender und dauerhaft deutlich verschlechternder Stimmungen wieder, sollten Sie sich aufmerksam damit befassen.
Wichtig sind und bleiben Ihre Grundeinstellungen zur Veränderbarkeit einer solchen Situation und Ihrer Mitwirkung daran - egal ob mit medizinischer, alternativer oder freundschaftlicher Hilfe.

Fazit
Anpassungstörungen sind Lebensinhalte, die wir je nach Individualität, wahrnehmen, meistern, bewältigen, daran wachsen, daran scheiten oder sogar oder daran "erkranken" können.
Nicht jede schlechte Stimmung ist gleich eine depressive und nur selten ist sie der Weg in die Erkrankung an Depressionen.
Bleiben Sie realistisch, betrachten Sie Ihre Situation ggf. nicht alleine und ziehen Sie die richtigen Schlüsse und Handlungsnotwendigkeiten daraus.
Mit Panik, Angst und "Schwarzmalerei" und einer "das-schaffe-ich-nie" - Haltung, vereiteln Sie sich selbst jegliche Bewältigungs- und Erfolgsmöglichkeit und weisen sich selbst den "Weg in die Arbwärtsspirale".

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